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Twintip-Kiteboard bauen

Twintip-Kiteboard

WORKSHOP

Die Kerne unserer Kiteboards bestehen aus Paulownia, das ist ein leichtes und langfaseriges Holz, das schnell nachwächst. Diese Eigenschaften sind optimal für den Boardbau und gleichzeitig ein guter Schritt im Punkt Nachhaltigkeit. Die Festigkeit bekommt das Board durch ein Glas- oder Carbonlaminat, welches durch eine Vakuuminfusion – mit 10 Tonnen Druck – mit dem Kern verpresst wird. Eine schlagfeste Kunststoffkante entlang der Outline schützt das Board zusätzlich vor Stößen und gibt Dir die Gelegenheit einen farbigen Rahmen um dein Board zu wählen. Zur Gestaltung sagen wir: Tob´ Dich aus! Wir unterstützen Dich mit einer Vielzahl von außergewöhnlichen Methoden, Werkzeugen und Materialien, um dein Kiteboard zum Unikat zu machen. Die Grundlage hierzu ist immer der sichtbare Holzkern, welcher unbelassen ein schlicht-ästhetisches Holzboard ergibt. Um die Fahreigenschaften deines Boards genau auf Dich abzustimmen, justieren wir die „Stellschrauben“ Outline, Rocker, Konkave, Flex zu deinem Besten. Im Workshop erfährst Du unser volles Wissen darüber und wir beraten Dich selbstverständlich in jedem Punkt.

WORKSHOP ABLAUF

Einige Handgriffe bereiten wir für Dich vor, sodass Du dein Board an einem Wochenende fertigbauen und gleich mitnehmen kannst. Dafür klären wir im Vorfeld, welche Boardgröße und Outline zu deinem Fahrstil, Geschmack und Körpergewicht passt und welche Farbe die Kante deines Boards haben wird. Zu deinem Design solltest Du Dir im Vorfeld einige Gedanken gemacht haben. Aber behalte im Hinterkopf: das machst Du von Hand, also nimm dir ein realistisches Design vor, oder plane einen weiteren Tag Bauzeit ein.

VORBEREITUNG

Zum Start des Workshops haben wir die Holzkerne auf deine Wünsche vorbereitet. Dafür fräsen wir eine breite Nut entlang der späteren Outline und füllen diese mit einem speziellen und sehr schlagfesten Kunststoff, welchen wir nach deiner Wunschfarbe pigmentieren können. Auch den Zuschnitt der Glas-/ Carbonfasern erledigen wir für Dich.

TAG 1

Das Tagesziel ist, dass Du dein Board fertig gestaltet hast und wir es nach den Einstellungen, die deinen Fahrstil am besten supporten, verpresst haben.

Am Anfang setzt Du die Sacklöcher für die Inserts mit der Oberfräse. Alle Anschläge sind eingestellt, sodass Du nicht zu tief bohren kannst. Da die Schraubenabstände vieler Pads unterschiedlich sind, solltest Du wissen, welche Du später auf deinem Board montieren möchtest. Falls Du ein neues benötigst, haben wir auch eigene Pads, Straps und Finnen mit unserem Label hier, die zu jedem Board passen.

Nun geht´s an die Gestaltung, hiefür gibt´s viele Wege und wir suchen gemeinsam die Methode, die am besten zu deiner Idee passt. Die Basis ist immer das sichtbare Holz, schlicht und natürlich. Wenn Du beispielsweise die Maserung gern betonen möchtest, kannst Du das Holz mit einem Bunsenbrenner beflammen.

Wer Farbe ins Spiel bringen möchte, kann mit speziellen Acrylfarben auf dem Holz, oder auf den Fasern arbeiten. Direkt auf dem Holzkern zu gestalten bietet die Möglichkeit die Kante abzutapen, um diese später als Rahmen ums Board laufen zu lassen. Bei der Gestaltung auf den Fasern kommen die Farben etwas strahlender heraus.

Um exakte Formen hinzubekommen haben wir einen Folienplotter, mit dem wir Schablonen schneiden können, das geht schnell und einfach. Interessant sind auch die Ergebnisse, wenn Stoffe im Board verpresst werden. Besonders bunte Muster ergeben einen schönen Effekt, dünne Baumwolltücher sind hierfür optimal.

Falls Du ein mehrfarbiges Bild großformatig auf deinem Board haben möchtest, können wir ein bedrucktes Textil anfertigen lassen. Dieses müssen wir allerdings zwei Wochen vor dem Workshop bestellen und kostet 50 Euro pro Seite. Hierfür brauchen wir das entsprechende Bild mit ausreichender Auflösung von Dir.

Zum Abschluss des ersten Tages stellen wir den Rockertisch nach deiner gewünschten Aufbiegung ein. Quer zu Fahrtrichtung können wir zusätzlich die Intensität Monokonkave justieren und über den Lagenaufbau der Fasern die Härte deines Boards (Flex) einstellen. Wir verpressen die Boards mit einer sogenannten Vakuum-Infusion. Dies ist Raketentechnik und garantiert ein sehr leichtes Board ohne Lufteinschlüsse im Laminat.

TAG 2

Der zweite Tag startet mit dem Auspacken. Dann wird gesägt, gebohrt, gefräst, geschliffen und lackiert.

Der Moment des Entformens ist immer aufregend. Vorher bestand dein Board aus vielen Einzelteilen und nun sind sie alle final miteinander verheiratet. Doch bevor wir uns den restlichen Arbeiten widmen, reinigen wir die Rockertische und bauen diese wieder ab.

Schritt für Schritt näherst Du Dich nun dem fertigen Board. Die einlaminierten Inserts, in denen später Pads und Schlaufen montiert werden, kannst Du mit einem feinen Bohrer öffnen und mit einem Senker in die gewohnte Form bringen. Das Übermaß entlang der Outline kannst Du mit der Stichsäge entfernen. Die exakte Outline wird im nächsten Schritt ausgearbeitet.

Für jedes Board haben wir eine entsprechende Schablone, über die Du mit Hilfe einer Oberfräse die Outline auf dein Board kopieren kannst. Auch lassen sich über die Schablone die Bohrungen für die Finnen exakt setzen. Abschließend kannst Du die Kante profilieren und die Oberfläche deines Boards schleifen.

Nun kannst Du dein Board ein letztes mal in unsere Hände geben, wir lackieren es für Dich. Nach zwei Stunden Aushärtezeit kannst Du das Board schon vorsichtig anfassen und mitnehmen.