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Kiteboard selber bauen – der Workshop – mit FAQ

Die Workshops für Twintip-Kiteboards finden an einem Wochenende statt. In einer Gruppe von maximal 5 Personen baust Du in 2 Tagen dein individuelles Einzelstück.

Die Kerne der Boards bestehen aus Paulownia, ein leichtes, langfaseriges Holz, das schnell nachwächst. Die Festigkeit bekommt das Board durch ein Glas- oder Carbonlaminat, welches durch eine Vakuuminfusion – mit 10 Tonnen Druck – mit dem Kern verpresst wird. Eine Kunststoffkante entlang der Outline schützt das Board zusätzlich vor Stößen. Zur Gestaltung sagen wir: Tob´ Dich aus! Wir unterstützen Dich mit einer Vielzahl von außergewöhnlichen Methoden, Werkzeugen und Materialien, um dein Kiteboard zum Unikat zu machen.

Die Fahreigenschaften deines Kiteboards sollten genau zu Dir passen. In unserem Workshop lernst Du alles über die Stellschrauben und kannst dein Board auf deinen Leib schneidern.

Jede und jeder kann bei uns ein Kiteboard bauen! Du brauchst keine handwerklichen Vorkenntnisse. Wir beraten und unterstützen Dich und zeigen Dir alles.

 

 

Der Workshop – was Dich erwartet

Vor Beginn des Workshops besprechen wir mit Dir die Outline, die für Dich und dein Board passt. In der Vorbereitung des Kurses fertigen wir den Holzkern persönlich für Dich an.

 

Samstag – Gestalten, Inserts fräsen, Verpressen

Nach einer Tasse Kaffee und einer kurzen Einführung in die Werkstatt und die Maschinen legen wir los.

Am Anfang steht die Idee. Es gibt viele Wege Dein Kiteboard zu gestalten. Die Basis ist immer das sichtbare Holz, schlicht und natürlich. Wenn Du die Maserung gern betonen möchtest, kannst Du beispielsweise das Holz mit einem Bunsenbrenner beflammen. So wird´s dunkel und wild. Wer Farbe ins Spiel bringen möchte, kann mit speziellen Acrylfarben auf dem Holz arbeiten. Um exakte Formen hinzubekommen haben wir einen Folienplotter, mit dem wir Schablonen bauen können. Das geht schnell und einfach. Schön sind auch die Ergebnisse, wenn Stoffe im Board verpresst werden. Besonders bunte Muster ergeben einen schönen Effekt. Einige Stoffe haben wir immer da. Falls Dir etwas spezielles vorschwebt, kannst Du auch gern einen mitbringen. Wenn Du ganz sicher gehen möchtest, können wir bereits in der Vorbereitung dein Design digital gestalten. Von einem Grafiker können wir dann ein dünnes Vlies in Boardgröße bedrucken lassen. Dies kann allerdings nur vor dem Workshop passieren. Alle Techniken lassen sich natürlich auch kombinieren.

Sobald die letzte Farbe getrocknet ist, können wir die Sacklöcher für die Inserts fräsen. Da die Schraubenabstände vieler Pads unterschiedlich sind, solltest Du wissen, welche Du später auf deinem Board montieren möchtest. Wir haben auch schlichte Pads, Straps und Finnen von Board~Lab hier, die zu jedem Board passen.

Nun wird´s technisch. Über einstellbare Rockertische legen wir nun die Aufbiegung und die Konkave deines Boards fest. Darüber bestimmst Du die Wendigkeit und das Höhelaufvermögen. Ist alles eingestellt, kommen Lage für Lage alle Bestandteile des Boards zusammen. Wir nennen dies liebevoll die „Hochzeit“ (: Hier Arbeiten wir mit E-Glas oder Carbon Biaxialgelege. Um den Flex einzustellen, kannst Du auch zusätzliche Lagen in Längsrichtung einbringen. Gemeinsam mit der Outline bestimmst Du hierdurch den Pop des Boards. Ist alles an Ort und Stelle, wird final geheiratet. Über Vakuum verpressen wir das Board mit circa 10 Tonnen Druck. Das Vakuum zieht nun ein spezielles Epoxidharz in die Fasern. Dies füllt alle kleinsten Hohlräume, sodass die vorher weiße Glasfaser durchsichtig wird. Dieser Prozess nennt sich Vakuum-Infusion und ist absolutes Hightech. Über Nacht werden die Rockertische nun auf circa 40°C beheizt, sodass das Epoxid bestens aushärtet.

 

Sonntag – Sägen, Bohren, Fräsen, Schleifen, Lackieren

Erstmal gibt´s einen Kaffee.

Wenn alle müden Augen offen sind, entformen wir die Boards aus den Rockertischen. Das ist ein schöner Moment, da die Gestaltung vom Vortag sichtbar wird und sich das fertige Board schon erahnen lässt. Doch einige Handgriffe sind noch zu tun.

Nun wird´s laut. Es wird gesägt, gebohrt, gefräst und geschliffen. Die Outline wird erst mit leichtem Übermaß ausgesägt und dann ganz exakt entlang einer Schablone ausgefräst. Die Kante bekommt eine Rundung, damit sie griffiger im Wasser liegt. Die Inserts werden aufgebohrt und bekommen mit einem Senker eine kleine Fase. Die Löcher für die Finnen werden exakt nach einer Schablone gebohrt. Nun muss nur noch die Oberfläche geschliffen werden, bevor Du dein Board zum Lackieren in unsere Hände geben kannst. Da das Spritzlackieren trotz Absaugung nur mit Gasmaske erfolgen kann, erledigen wir das kurz für Dich.

Bis alles im Lack und dieser trocken ist, lassen wir den Workshop bei einer Pizza ausklingen.

 

 

Fragen zum Workshop

  1. Wie lange dauert der Workshop?
  2. Wie groß ist die Gruppe?
  3. Was kostet der Workshop und was bekommst Du?
  4. Wie kannst Du Dich anmelden?
  5. Wie kannst Du bezahlen?
  6. Was passiert, wenn Du absagen musst?
  7. Was passiert, wenn etwas schiefgeht?
  8. Wo findet der Workshop statt?

 

1. Wie lange dauert der Workshop?

Wir treffen uns an beiden Tagen des Workshop-Wochenendes um 9:00 Uhr morgens. Samstag haben wir viel vor, Du solltest Dir abends nichts vornehmen. Je nach Gruppe sind wir am ersten Tag zwischen 18:00 und 21:00 fertig. Am Sonntag kannst Du Dir circa gegen 16:00 Uhr dein Board unter den Arm klemmen und gen Wasser sprinten (:

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2. Wie groß ist die Gruppe?

Zwischen 3 und 5 Teilnehmer_innen sind in einer Gruppe. So können wir auf alle Wünsche und Ideen eingehen und allen Teilnehmer_innen bestens zur Hand gehen.

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3. Was kostet der Workshop?

Der Workshop kostet 750 Euro – für dein Geld bekommst Du:

persönliche Beratung zu deinen Ideen und Vorstellungen | Individuelle Vorbereitung deines Paulownia Kerns | 2 Tage Workshop | Material für dein Board inkl. der meisten Design-Utensilien | Kleine Gruppe – maximal 5 Teilnehmer*innen | Kaffe und Snacks in rauen Mengen | Gute Mucke zum Abschwofen

Folgendes kannst Du optional dazubuchen:

Designvlies mit Digitaldruck nach Absprache für 50 Euro pro Seite (zwei Wochen Vorbereitung) | Carbon-Biaxialgelege für 150 Euro | Board Lab Pads und Schlaufen für 105 Euro im Set | Board Lab Finnen in diversen Größen und Formen für 40 Euro das Set

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4. Wie kannst Du Dich anmelden?

Wenn Du einen passenden Termin gefunden hast und buchen möchtest, kontaktiere uns einfach. Auch falls Du nur einige Fragen hast kannst Du uns gern schreiben, oder anrufen. Nach einer Anzahlung von 150 Euro ist der Workshopplatz für Dich reserviert.

Ihr seid eine handvoll Leute und möchtet gern unter Euch bauen? Ab drei Teilnehmer_innen können wir gern einen individuellen Termin vereinbaren.

Der Workshop als Geschenk: Gerne schicken wir Dir einen Gutschein, falls Du die Teilnahme verschenken möchtest.

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5. Wie kannst Du bezahlen?

Wenn Du uns geschrieben hast, dass Du dabei sein möchtest, schicken wir Dir unsere Kontodaten für die Anzahlung von 150 Euro. Den Restbetrag Kannst Du zum Workshop mitbringen oder anschließend überweisen. Du bekommst eine Rechnung von uns.

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6. Was passiert, wenn Du absagen musst?

Bis zu 14 Tage vor deinem Termin, bekommst Du die Anzahlung zurück, oder wir vereinbaren einen Ersatztermin. Wenn du bis zu 7 Tage vorher absagst, ist dein individueller Holzkern schon angefertigt, wir werden versuchen einen Ersatztermin zu finden. Wenn Du kurzfristiger aus einem wichtigen Grund absagen musst, sprich mit uns. Wir finden eine Lösung.

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7. Was passiert, wenn etwas schiefgeht?

Natürlich kann auch mal etwas schiefgehen. Aber mach Dir keine Sorgen, dein Board wird auf jeden Fall gelingen. Schon einige Male ist aus einem gestalterischen Unfall ein gelungenes Design entstanden. In unserer Boardschmiede sind mittlerweile über 120 Boards mit Teilnehmer_innen erfolgreich entstanden. Unsere Prozesse geben Dir die Sicherheit, dass dein Board technisch einwandfrei ist – auch wenn Du nichts mit Handwerk am Hut hast.

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8. Wo findet der Workshop statt?

Unsere Werkstatt befindet sich im Eichkamp 12, in 24116 Kiel. Weitere Infos findest Du hier.

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Kiteboard – FAQ

  1. Kitesurfen – was ist das?
  2. Was ist ein Kiteboard?
  3. Kiteboard – wie groß sollte es sein?
  4. Was wiegt ein Kiteboard?
  5. Welche Kiteboard-Größe passt zu mir?
  6. Welche Kiteboard-Länge?
  7. Kiteboard – welche Finnen?
  8. Welches Kiteboard für Anfänger_innen?
  9. Welches Kiteboard für Frauen?

1.Kitesurfen – was ist das?

Beim Kitesurfen lässt man sich von einem Kite (engl. für Lenkdrachen) auf einem Kiteboard über das Wasser ziehen.

2. Was ist ein Kiteboard?

Grundsätzlich wird zwischen zwei Formen von Kiteboards unterschieden: Einerseits gibt es Twintip Kiteboards – die auch Bidirectional Boards (kurz: Bidies) genannt werden – andererseits gibt es Waveboards oder auch Directional Boards.

Twintip Kiteboards sind dünne, leicht aufgebogene Boards, die symmetrisch gebaut sind und sich in beide Richtungen fahren lassen- also bidirektional. Ihre Bauweise ähnelt der von Wakeboards oder Snowboards.  Somit haben sie wenig Volumen und der Auftrieb entsteht erst fluiddynamisch durch die Bewegung über die Wasseroberfläche. Meistens werden Pads und Fußschlaufen für einen sicheren Stand montiert, besonders bei der Disziplien Wakestyle werden die Boards auch mit festen Bindungen (Boots) gefahren.

Waveboards oder directional Kiteboards sind eine Mischung aus Kiteboard und Surfboard (Shortboard). Verglichen mit einem klassischen Shortboard haben sie weniger Volumen und sind etwas kleiner. Sie können mit und ohne Schlaufen gefahren werden und eignen sich besonders für das Kitesurfen in der Welle. Sie lassen sich nur in eine Richtung fahren und werden daher auch Directionals genannt.

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3. Kiteboard – wie groß sollte es sein?

Die Größe des Kiteboards sollte angepasst sein an: Gewicht, Größe, Revier und deinen Fahrstil. Übliche Längen bei Twintip Kiteboards liegen zwischen 1330 und 1550 mm, bei Breiten zwischen 390 und 450 mm. Hier ist eine grobe Orientierung der Boardmaße bezogen auf dein Körpergewicht:

unter 70 kg:

70 – 80 kg:

80 – 90 kg:

über 90 kg:

1330 x 390 mm bis 1400 x 420 mm

1375 x 410 mm bis 1450 x 430 mm

1400 x 420 mm bis 1500 x 440 mm

1425 x 430 mm bis 1550 x 450 mm

Bitte nur als Orientierung sehen und uns ansprechen. Die hier angegebenen Maße beziehen sich auf die längste Länge und breiteste Breite. Dies ist allerdings nur eine von vielen Stellschrauben zum trimmen der Fahreigenschaften.

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4. Was wiegt ein Kiteboard?

Unsere Boards wiegen zwischen 2,2 kg und 2,6 kg – je nach Größe und Ausführung. Ein geringes Gewicht ist vorteilhaft, jedoch darf es nicht zu Lasten der Stabilität gehen. Wir verwenden einen leichten Holzkern aus Paulownia und effiziente Faserkonzepte, um einen idealen Kompromiss zu erreichen. Unser Laminierverfahren – Vakuuminfusion – ermöglicht Hochleistungslaminate mit maximalem Faservolumengehalt.

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5. Welches Kiteboard passt zu mir?

Das Board sollte in Breite, Länge, Proportionen, Rocker (Aufbiegung), Bodenkrve (Bsp. Konkave) und Flex an dein Körpergewich, Können und deinen Fahrstil angepasst sein. Eine individuelle Beratung ist sinnvoll, da hier viele Faktoren einen Einfluss haben. Schreib uns an, wir beraten Dich gern. Falls Du nur eine grobe Orientierung der Boardmaße suchst, schaue Dir Frage 3 an.

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6. Welche Kiteboard-Länge?

Über die Kiteboardlänge wird gerne gesprochen. Sie ist allerdings nur eine von vielen Stellschrauben bezüglich der Fahreigenschaften.
Die gesamte Outline (Umriss) ist entscheident für den Flächendruckpunkt des Boards. Wenn Du eine grobe Orientierung zu Kiteboardmaßen suchst, schaue Dir Frage 3 an.

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7. Kiteboard – welche Finnen?

Die Finnen verhindern, dass sich das Board zu leicht seitlich verdrehen lässt. Je größer die Finnen, desto größer die Spurtreue. Kleine Finnen lassen sich leichter durchrotieren, um Switch – also auf der Frontside Kante – zu fahren. Je nach Boardgröße, Finnenform und Geschmack empfehlen wir Maße zwischen 35 und 50 mm.

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8. Welches Kiteboard für Anfänger_innen?

Anfänger_innen raten wir zu einem Board, das sich für die meisten Situationen eignet – ein Allroundboard. Häufig wird Anfängern zu sehr großen Boards (Door) geraten. Unserer Empfehlung nach sollten diese allerdings nicht unhandlich zu fahren sein. Auch Aufsteigern raten wir zu einem Allrounder mit spezieller Ausrichtiung auf die Vorlieben. Die Maße der Outline ist nur eine von vielen Stellschrauben, um die Fahreigenschaften auf Dich einzustellen. Zur Orientierung der Boardmaße bezogen auf dein Körpergewicht schaue Dir Frage 3 an. Anfängern raten wir zum mittleren bis oberen Bereich der angegebenen Maße.

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9. Welches Kiteboard für Frauen?

Viele Frauen bevorzugen ein weicheres Board als Männer. Das hängt meist mit der Statur, aber auch mit dem Fahrstil zusammen. Dazu kommt natürlich der persönliche Geschmack. In unserem Workshop könnt ihr eure Farbe, euren Stil – also eure ganz individuelle Note – einbringen.

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