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Kiteboard selber bauen – der Workshop – mit FAQ

Die Workshops für Twintip-Kiteboards finden an einem Wochenende statt. In einer Gruppe von maximal 5 Personen baust Du in 2 Tagen dein individuelles Einzelstück.

Die Kerne der Boards bestehen aus Paulownia, ein leichtes, langfaseriges Holz, das schnell nachwächst. Die Festigkeit bekommt das Board durch ein Glas- oder Carbonlaminat, welches durch eine Vakuuminfusion – mit 10 Tonnen Druck – mit dem Kern verpresst wird. Eine Kunststoffkante entlang der Outline schützt das Board zusätzlich vor Stößen. Zur Gestaltung sagen wir: Tob´ Dich aus! Wir unterstützen Dich mit einer Vielzahl von außergewöhnlichen Methoden, Werkzeugen und Materialien, um dein Kiteboard zum Unikat zu machen.

Die Fahreigenschaften eines professionell handgefertigten Kiteboards passen genau zu deinem Fahrstil – und dein Board sieht so aus, wie es Dir gefällt.

Jede und jeder kann ein Kiteboard selber bauen! Du brauchst keine handwerklichen Vorkenntnisse. Wir – Gerrit und Jannek – beraten und unterstützen Dich und zeigen Dir, wie’s geht.

 

Fragen
zum Workshop

  1. Der Workshop – was erwartet Dich?
  2. Wie lange dauert der Workshop?
  3. Wie groß ist die Gruppe?
  4. Was kostet der Workshop und was bekommst Du?
  5. Wie kannst Du Dich anmelden?
  6. Wie kannst Du bezahlen?
  7. Was passiert, wenn Du absagen musst?
  8. Was passiert, wenn etwas schiefgeht?
  9. Was passiert, wenn Du während des Workshops krank wirst und nur am ersten Tag teilnehmen kannst?
  10. Wo findet der Workshop statt?

 

1. Der Workshop – was erwartet Dich?

Vor Beginn des Workshops besprechen wir mit Dir die Outline, die für Dich und dein Board passt. In der Vorbereitung des Kurses fertigen wir den Holzkern für Dich an.

 

Tag 1 – Gestalten, Inserts fräsen, Verpressen (Samstag 9 bis 18 Uhr)

Nach einer Tasse Kaffee und einer kurzen Einführung in die Werkstatt und die Maschinen legen wir los.

Am Anfang steht die Idee. Es gibt viele Wege Dein Kiteboard zu gestalten. Die Basis ist immer das sichtbare Holz, schlicht und natürlich. Wenn Du die Maserung gern betonen möchtest, kannst Du beispielsweise das Holz mit einem Bunsenbrenner beflammen. So wird´s dunkel und wild. Wer Farbe ins Spiel bringen möchte, kann mit speziellen Acrylfarben auf dem Holz arbeiten. Um exakte Formen hinzubekommen haben wir einen Folienplotter, mit dem wir Schablonen bauen können. Das geht schnell und einfach. Schön sind auch die Ergebnisse, wenn Stoffe im Board verpresst werden. Besonders bunte Muster ergeben einen schönen Effekt. Einige Stoffe haben wir immer da. Falls Dir etwas spezielles vorschwebt, kannst Du auch gern einen mitbringen. Wenn Du ganz sicher gehen möchtest, können wir bereits in der Vorbereitung dein Design digital gestalten. Von einem Grafiker können wir dann ein dünnes Vlies in Boardgröße bedrucken lassen. Dies kann allerdings nur vor dem Workshop passieren. Alle Techniken lassen sich natürlich auch kombinieren.

Sobald die letzte Farbe getrocknet ist, können wir die Sacklöcher für die Inserts fräsen. Da die Schraubenabstände vieler Pads unterschiedlich sind, solltest Du wissen, welche Du später auf deinem Board montieren möchtest. Wir haben auch schlichte Pads, Straps und Finnen von Board~Lab hier, die zu jedem Board passen.

Nun wird´s technisch. Über einstellbare Rockertische legen wir nun die Aufbiegung und die Konkave deines Boards fest. Darüber bestimmst Du die Wendigkeit und das Höhelaufvermögen. Ist alles eingestellt, kommen Lage für Lage alle Bestandteile des Boards zusammen. Wir nennen dies liebevoll die „Hochzeit“ (: Hier Arbeiten wir mit E-Glas oder Carbon Biaxialgelege. Um den Flex einzustellen, kannst Du auch zusätzliche Lagen in Längsrichtung einbringen. Gemeinsam mit der Outline bestimmst Du hierdurch den Pop des Boards. Ist alles an Ort und Stelle, wird final geheiratet. Über Vakuum verpressen wir das Board mit circa 10 Tonnen Druck. Das Vakuum zieht nun ein spezielles Epoxidharz in die Fasern. Dies füllt alle kleinsten Hohlräume, sodass die vorher weiße Glasfaser durchsichtig wird. Dieser Prozess nennt sich Vakuum-Infusion und ist absolutes Hightech. Über Nacht werden die Rockertische nun auf circa 40°C beheizt, sodass das Epoxid bestens aushärtet.

 

Tag 2 – Sägen, Bohren, Fräsen, Schleifen, Lackieren (Sonntag 9 bis 16 Uhr)

Erstmal gibt´s einen Kaffee.

Wenn alle müden Augen offen sind, entformen wir die Boards aus den Rockertischen. Das ist ein schöner Moment, da die Gestaltung vom Vortag sichtbar wird und sich das fertige Board schon erahnen lässt. Doch einige Handgriffe sind noch zu tun.

Nun wird´s laut. Es wird gesägt, gebohrt, gefräst und geschliffen. Die Outline wird erst mit leichtem Übermaß ausgesägt und dann ganz exakt entlang einer Schablone ausgefräst. Die Kante bekommt eine Rundung, damit sie griffiger im Wasser liegt. Die Inserts werden aufgebohrt und bekommen mit einem Senker eine kleine Fase. Die Löcher für die Finnen werden exakt nach einer Schablone gebohrt. Nun muss nur noch die Oberfläche geschliffen werden, bevor Du dein Board zum Lackieren in unsere Hände geben kannst. Da das Spritzlackieren trotz Absaugung nur mit Gasmaske erfolgen kann, erledigen wir das kurz für Dich.

Bis alles im Lack und dieser trocken ist, lassen wir den Workshop bei einer Pizza ausklingen.

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2. Wie lange dauert der Workshop?

Wir treffen uns an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für jeweils circa 8 Stunden inklusive gemeinsam verbrachter Mittagspause. Am ersten Tag kann es etwas länger dauern, daher nimm dir lieber für den Abend nix vor.

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3. Wie groß ist die Gruppe?

Die Workshops finden mit maximal 5 Teilnehmer*innen statt und werden von 1 – 2 Trainern betreut.

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4. Was kostet der Workshop?

Teilnehmer steht mit seinem Kiteboard in der WerkstattDu bezahlst 690 Euro und bekommst dafür:

  • Samstag ab 9:00 open end, Sonntag ab 9:00 bis ca 16:00
  • Individuelle Betreuung
  • Das Material für dein Kiteboard
  • Dein perfektes Kiteboard – ein Einzelstück

Außerdem erlebst du zwei intensive und spannende Tage in unserer Werkstatt und wirst dich (mindestens) zwei Mal richtig freuen:

Wenn du dein fertiges Board vor dir siehst – selbstgebaut!
Wenn du dein Board das erste Mal fährst und den Unterschied spürst.

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5. Wie kannst du dich anmelden?

Fertiges Kiteboard auf WerkbankSuch dir einen Termin aus und kontaktiere uns. Falls du vorab noch Fragen hast, kontaktiere uns bitte auch!

Wenn du mit mindestens 3 Freunden oder Bekannten zusammen buchst, vereinbaren wir auch gern einen individuellen Termin für eure Gruppe.

Gerne kannst du auch einen Gutschein bekommen, falls du die Teilnahme am Workshop verschenken möchtest.

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6. Wie kannst du bezahlen?

Sobald klar ist, dass du dich anmelden willst, schicken wir dir unsere Kontodaten für eine Anzahlung von 150€ und starten mit der Beratung.

Die restlichen 540 Euro bezahlst du nach dem Workshop, du bekommst eine Rechnung von uns.

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7. Was passiert, wenn du absagen musst?

Fertiges Kiteboard mit Designvorlage DeckeWenn du bis zu 14 Tage vor deinem Termin absagst, bekommst du die Anzahlung auf Wunsch zurück, oder wir vereinbaren einen Ersatztermin.

Wenn du bis zu 7 Tage vorher absagst, bekommst du die Anzahlung nicht zurück, weil der Kern deines Boards schon nach deinen Wünschen gefertigt wurde. Wir können versuchen, einen Ersatztermin zu vereinbaren.

Wenn du kurzfristiger aus einem wichtigen Grund absagen musst, sprich mit uns, wir finden eine Lösung.

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8. Was passiert, wenn etwas schiefgeht?

Es handelt sich um Handwerk und es kann immer etwas schiefgehen, aber es gibt auch immer eine Lösung – und die haben wir bisher auch immer gefunden.

Also mach dir keine Sorgen. Dein Brett wird auf jeden Fall gelingen, dafür sind wir ja (unter anderem) da.

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9. Was passiert, wenn du während des Workshops krank wirst und nur am ersten Tag teilnehmen kannst?

Teilnehmerin flammt Kiteboard auf dem Balkon abDiesen Fall hatten wir noch nicht, aber auch dafür hätten wir Lösungen.

Wir könnten dein Brett zum Beispiel fertigmachen oder wir finden einen Ersatztermin. Du bist bei uns in guten Händen.

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10. Wo findet der Workshop statt?

Wir haben eine Werkstatt in Kiel, ein sehr helles Atelier.

Alle Infos zur Anfahrt und die Adresse findest du hier.

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Kiteboard selber bauen – FAQ

Gerrit mit Kiteboard in der Werkstatt

1. Was ist ein Kiteboard?

Ein Kiteboard ist ein Surfbrett, das sich besonders für das Kitesurfen eignet. Beim Kitesurfen lässt man sich von einem Kite (engl. für Lenkdrachen) über das Wasser ziehen.

Klassische Kiteboards haben Schlaufen für die Füße/Schuhe, sind flach und lassen sich in zwei Richtungen fahren. Diese Boards werden auch Twintip oder Bidirectional genannt.

Waveboards sind eine aufkommende Mischung aus Kiteboard und Wellenreitbrett.

Sie haben mehr Volumen, werden meist ohne Schlaufen gefahren und eignen sich besonders gut für das Fahren in der Welle. Sie lassen sich nur in eine Richtung fahren und werden daher auch Directionals genannt.

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2. Kiteboard – wie groß sollte es sein?

Teilnehmer lackiert sein Kiteboard in der WerkstattDie Größe des Kiteboards sollte angepasst sein an dein Gewicht, deine Größe und deinen Fahrstil.

Dabei ist die Breite in der Mitte und im Bereich des Tips genauso wichtig wie die Länge.

Übliche Länge bei Twintips: Zwischen 133 cm und 142 cm.

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3. Was wiegt ein Kiteboard?

Boards von Board~Lab wiegen zwischen 2,2 kg und 2,6 kg – je nach Größe und Ausführung.

Ein geringes Gewicht ist vorteilhaft, jedoch darf es nicht zu Lasten der Stabilität gehen.

Wir verwenden einen sehr leichten Holzkern und effiziente Faserkonzepte, um einen idealen Kompromiss zu erreichen.

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4. Welche Kiteboard-Größe passt zu mir?

Workshop-Teilnehmer prüft sein KiteboardDas Board sollte in Breite, Länge und Proportionen an deinen Fahrstil angepasst sein.

Beispielhaft passt zu jemandem, der eher schlank ist (Größe 150 cm – 170 cm, Aufsteiger, 50 kg – 65 kg) gut ein Board mit dem Maßen 135 cm x 40,5 cm in einer flexiblen Ausführung.

Für jemanden, der 185 cm groß ist, gerne springt und gute 80 kg wiegt, würden wir die gleiche Boardgröße empfehlen, aber in einer deutlich steiferen Ausführung.

Eine individuelle Beratung ist sinnvoll. Deshalb klären wir nach deiner Anmeldung zum Workshop, welche Boardgröße die richtige ist und sprechen über deine Wünsche.

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5. Welche Kiteboard-Länge?

Über die Kiteboardlänge wird gerne gesprochen, aber sie entscheidet nur zu einem geringen Anteil über die Fahreigenschaften.
Breite in der Mitte und Verhältnis von Tipbreite zur Breite der Mitte, Rockerkurve und Flex haben mindestens den gleichen Einfluss.

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6. Kiteboard – welche Finnen?

Jannek unterstützt einen Teilnehmer beim Design und eine Teilnehmerin schaut zuDie Finnen haben einen erheblichen Einfluss auf die Spurtreue und auf das Kurvenfahrverhalten deines Boards.

Eine 5-cm-Finne fährt sich im Vergleich zu einer 4-cm-Finne wie auf Schienen, also sehr sicher, aber auch weniger wendig.

Wir raten den meisten Fahrer*innen zu einer 4-cm-Finne, aber letztlich musst du das am besten selbst ausprobieren.

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7. Welches Kiteboard für Anfänger*innen?

Zwei fertige KiteboardsAnfänger*innen raten wir zu einem Board, das sich für die meisten Situationen eignet – ein Allroundboard.

Wir halten nicht viel von großen Boards am Anfang (Länge mehr als 142 cm). Sicher kann man besser angleiten auf einem großen Board, aber es lässt sich viel schwerer händeln und lenken.

Hier eine grobe Orientierung für Einsteiger*innen:

(Bitte nur als Orientierung sehen und eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen, wir beraten dich gern!)

  • 133 cm x 39,5 cm für 140 cm bis 160 cm Körpergröße
  • 135 cm x 40,5 cm für 150 cm bis 180 cm Körpergröße
  • 137 cm x 41,5 cm für 170 cm bis 190 cm Körpergröße
  • 140 cm x 42,5 cm für 185 cm bis 200 cm Körpergröße

Auch Aufsteigern raten wir zu einem Allroundboard mit spezieller Ausrichtiung nach deinen Vorlieben, denn wer möchte schon mehrere Boards mit sich rumschleppen.

Aber hier wird es noch wichtiger, den Fahrstil und das Revier in die Entscheidung einzubeziehen.

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8. Welches Kiteboard für Frauen?

Jannek und eine Teilnehmerin in der WerkstattDie meisten Frauen bevorzugen ein weicheres Board als Männer. Das hängt meist mit der Statur, aber auch mit dem Fahrstil zusammen.

Dazu kommt natürlich der persönliche Geschmack.

In unserem Workshop könnt ihr eure Farbe, euren Stil – also eure ganz individuelle Note – einbringen.

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